Für Hausverwaltungen, Eigentümer und Mieter
Schaben im Mehrfamilienhaus Strang, Schächte, Nachbarwohnungen
Schaben halten sich nicht an Wohnungsgrenzen, deshalb prüfen wir den ganzen Strang und behandeln die betroffenen Einheiten in einem Durchgang.
Das Wichtigste in Kürze
- Im Mehrfamilienhaus ist fast immer die Deutsche Schabe unterwegs. Sie wandert über Versorgungsschächte, Leitungsdurchführungen und Kabelkanäle von Wohnung zu Wohnung.
- Eine einzelne Wohnung zu behandeln, bringt selten etwas: Die Tiere weichen in Nachbareinheiten aus und kommen nach Wochen zurück.
- Befall gilt als Mangel der Mietsache, Mieter zeigen ihn unverzüglich an. Den Auftrag erteilt meist der Vermieter oder die Hausverwaltung; wer die Kosten am Ende trägt, hängt vom Einzelfall ab.
- Wir stimmen Termine gesammelt ab, arbeiten mit Fraßködern statt Sprühnebel, dokumentieren je Wohnung und kontrollieren mit Monitoringfallen. Jeder Termin hat einen festen Preis.
- Schaben sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Ritzen, hinter Geräten und in Schächten. Ein Tier am Tag bedeutet fast immer, dass die Verstecke bereits voll sind.
Meldet eine Wohnung Schaben, ist das im Mehrfamilienhaus fast nie ein Einzelfall. Die Deutsche Schabe lebt in Gruppen und wandert entlang warmer, feuchter Leitungswege: Steigleitungen für Wasser und Abwasser, Heizungsschächte, Kabelkanäle, Lüftungsschächte. Was in einer Küche im ersten Stock beginnt, steht einige Monate später im Erdgeschoss. Die wichtigste Frage ist deshalb nicht, wer den Befall eingeschleppt hat, sondern wie weit er schon reicht.
Wir sind ein Fachbetrieb für Schabenbekämpfung mit Niederlassung in Hagen und arbeiten für Hausverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, Eigentümer und Mieter in Hagen, Iserlohn, Menden, Schwerte und im Sauerland. Auf dieser Seite lesen Sie, woran Sie den Umfang erkennen, wie die Tiere wandern, was Bewohner tun können und wie unser Vorgehen im Haus aussieht.
Woran Sie den Umfang im Haus erkennen
- Meldungen aus mehreren Einheiten: Zwei Wohnungen übereinander oder nebeneinander mit denselben Funden bedeuten fast immer einen gemeinsamen Strang.
- Funde in Gemeinschaftsbereichen: Tiere oder Kot im Müllraum, Keller, Heizungsraum, Treppenhaus, an Leitungsschächten und Revisionsklappen.
- Kot und Schmierspuren: Wie gemahlener Pfeffer an Schrankkanten, hinter Küchengeräten, an Rohrdurchführungen unter Spüle und Waschbecken.
- Eipakete: Braune Kapseln von fünf bis acht Millimetern in Ritzen und hinter Sockelleisten; sie zeigen, dass sich die Population vermehrt.
- Monitoring: Nummerierte Klebefallen in mehreren Wohnungen und im Keller machen den Umfang in wenigen Tagen sichtbar.
Wie Schaben im Haus wandern
Die Deutsche Schabe braucht Wärme, Feuchte und enge Ritzen. Genau das bieten Installationsschächte: Dort laufen Warmwasser- und Heizungsleitungen, es ist ganzjährig warm, und die Durchführungen zwischen den Etagen sind selten dicht. Über diese Wege erreichen die Tiere jede Küche und jedes Bad im Strang. Dazu kommen Kabelkanäle, gemeinsame Kellergänge und Wäschekeller.
Eingeschleppt wird ein Befall meist über Ware, Umzugskartons, gebrauchte Geräte oder Lieferungen, nicht über mangelnde Sauberkeit. Genau an diesem Punkt entsteht in Häusern oft Streit. Für die Bekämpfung spielt die Schuldfrage keine Rolle: Entscheidend ist, dass alle betroffenen Einheiten gleichzeitig behandelt werden.
Der zweite typische Fehler ist Eigenbehandlung mit Spray. Sie tötet sichtbare Tiere, erreicht die Eipakete nicht und treibt die Population in Nachbarwohnungen. In Häusern mit mehreren Eigenbehandlungen dauert die spätere Bekämpfung deutlich länger. Wie es in Betrieben aussieht, steht im Ratgeber Schaben in der Gastronomie.
Was Sie selbst tun können
Das hilft
- Verwaltung oder Vermieter informieren: Schriftlich, mit Datum und Fotos. Das ist die Grundlage dafür, dass der ganze Strang geprüft wird.
- Nicht sprühen: Sprays verteilen den Befall im Haus und erschweren die Köderaufnahme.
- Funde dokumentieren: Wo, wann, wie viele. Fotos helfen bei der Artbestimmung und der Einschätzung des Umfangs.
- Lebensmittel sichern: In dichte Behälter, Küche abends trocken und krümelfrei, Müll täglich raus.
- Nachbarn ansprechen: Je mehr Einheiten beim ersten Durchgang geöffnet werden, desto kürzer dauert es für alle.
Das sollten Sie lassen
- Nur die eigene Wohnung behandeln lassen: Der Befall weicht aus und kehrt zurück.
- Rohrdurchführungen abdichten, solange der Befall läuft: Erst behandeln, dann schließen, sonst werden die Tiere nur umgeleitet.
- Schuldzuweisungen: Sie verzögern den Zugang zu Wohnungen und damit die Bekämpfung.
- Termine absagen, weil gerade nichts zu sehen ist: Schaben sind nachtaktiv, ein ruhiger Tag sagt nichts über den Befall aus.
- Köderdosen aus dem Handel: Sie reichen bei einem Hausbefall nicht und verfälschen das Monitoring.
So gehen wir im Mehrfamilienhaus vor
- 1
Kostenlose Erstberatung am Telefon
Verwaltung, Eigentümer oder Mieter schildern Funde und Lage. Wir klären, welche Einheiten geprüft werden sollten, und sagen Ihnen, was der erste Termin kostet.
- 2
Strang und Gemeinschaftsbereiche prüfen
Wir sehen uns die meldende Wohnung an, dazu die Einheiten darüber, darunter und daneben sowie Keller, Müllraum, Heizungsraum und Schächte. Nummerierte Monitoringfallen zeigen nach wenigen Tagen den tatsächlichen Umfang.
- 3
Alle betroffenen Einheiten in einem Durchgang
Die Termine werden gesammelt abgestimmt, damit alle betroffenen Wohnungen zeitnah behandelt werden. Wir arbeiten mit Fraßködern an Laufwegen und in Verstecken, ohne Sprühnebel in Wohnräumen.
- 4
Nachkontrollen und Dokumentation
Eipakete schlüpfen zeitversetzt, deshalb folgen Kontrolltermine mit Auswertung der Fallen. Je Wohnung entsteht ein Protokoll mit Befund und Maßnahmen für die Verwaltung.
- 5
Bauliche Empfehlungen zum Schluss
Erst wenn der Befall beendet ist, macht Abdichten Sinn: Rohrdurchführungen, Schachtklappen, Sockelleisten, Türdichtungen. Sie bekommen eine Liste, was geschlossen werden sollte.
Was kostet das?
Jeder Termin hat einen festen Preis, den wir vorher nennen. Er richtet sich nach Zahl und Größe der Einheiten, Befallsgrad und Zugänglichkeit. Für Häuser mit mehreren betroffenen Wohnungen erstellen wir nach einer Besichtigung ein Angebot für den gesamten Strang. Wie viele Termine nötig werden, entscheidet der Befall. Abgerechnet wird per Rechnung an den Auftraggeber, in der Regel Eigentümer oder Verwaltung.
Typische Fälle dieser Art bearbeiten wir zum Beispiel in Hagen, Iserlohn, Menden (Sauerland) und Schwerte. Alle Orte stehen unter Einsatzgebiete.
Rechtslage
- Befall gilt als Mangel der Mietsache, Mieter zeigen ihn unverzüglich an. Ob die Kosten beim Eigentümer bleiben oder bei nachweislicher Einschleppung vom Mieter zurückgefordert werden, ist eine Frage des Einzelfalls. (BGB § 535 Abs. 1 Satz 2, § 536c)
- Mieter müssen den Befall unverzüglich anzeigen und den Zugang für die Bekämpfung ermöglichen. (BGB § 536c)
- Laufende Ungezieferbekämpfung kann als Betriebskosten umgelegt werden, eine einmalige Bekämpfung eines konkreten Befalls nicht. (BetrKV § 2 Nr. 9)
- Schaben gelten als Gesundheitsschädlinge; die Behörde kann Maßnahmen anordnen. (IfSG § 2 Nr. 12, § 17)
Stand September 2026. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Reicht es, meine Wohnung behandeln zu lassen?
Meist nicht. Die Tiere wandern über Schächte und Leitungsdurchführungen in Nachbareinheiten und kommen zurück. Deshalb prüfen wir den Strang und behandeln alle betroffenen Wohnungen in einem Durchgang.
Wer zahlt die Bekämpfung im Mietshaus?
In der Regel beauftragt der Vermieter oder die Hausverwaltung, weil Schaben selten an einer Wohnungstür enden. Wer die Kosten am Ende trägt, hängt von der Ursache ab: bei Mängeln am Gebäude der Eigentümer, bei nachweislich eingeschlepptem Befall kann er sie vom Mieter zurückfordern. Laufende Ungezieferbekämpfung kann als Betriebskosten umgelegt werden, eine konkrete Bekämpfung nicht.
Muss ich meine Wohnung ausräumen?
Nein. Wir brauchen Zugang zu Küche, Bad und den Rückseiten der Geräte. Sie bekommen vorher eine kurze Liste, was vorbereitet werden sollte, etwa den Schrank unter der Spüle zu leeren.
Wie lange dauert es im ganzen Haus?
Das entscheidet der Befall. Weil Eipakete zeitversetzt schlüpfen, folgen mehrere Kontrolltermine, bis die Monitoringfallen über Wochen leer bleiben. Jeder Termin hat einen festen Preis, den wir vorher nennen.
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Schaben im Haus? Rufen Sie an.
Die telefonische Erstberatung kostet nichts. Am Telefon klären wir, was zu tun ist, was der erste Termin kostet und wann ein Termin möglich ist. Bei größeren Objekten sehen wir uns die Sache auf Wunsch vorher an und machen Ihnen ein Angebot.
